Kerosinpreis und Kerosinverbrauch

Kerosinpreis und Kerosinverbrauch sind für Fluglinien wichtige Erfolgsfaktoren. Denn die Kosten für das Kerosin stellen einen wichtigen Kostenfaktor dar. Dabei stellt im Jahr 2011 die Flotte der deutschen Luftfahrtgesellschaften einen neuen Effizienzrekord auf. Erstmals verbrauchten die Flugzeuge weniger als 4 Liter Kerosin pro Passagier und 100 Kilometer, 20 Jahre zuvor lag dieser Wert noch bei 6,2 Liter (vgl. Energie Effizienz Report 2012, BDL, S.3). Diese Berechnung gilt unter der Annahme eines vollbesetzten Flugzeugs. Deshalb ist der Verbrauch noch immer höher als bei Automobilen.

Dieser Senkung des Kerosinverbrauchs ist sowohl aus ökologischer wie auch aus ökonomischer Sicht wichtig. Der Anteil des Luftverkehrs an der gesamten CO2– Emission die aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe resultiert, beträgt zwar nur 2,46%, dies entspricht aber 654 Millionen Tonnen CO2 jährlich.

Kerosinpreis und KerosinverbrauchKerosinpreis

Wenn man die Entwicklung des Verbrauchs von Verkehrsflugzeugen und den damit verbundenen Kohlendioxidausstoß betrachtet, so erkennt man den großen Fortschritt, der seit den 1960er Jahren gemacht wurde, und sieht auch, welches Einsparpotential es noch gibt. So wurde in 50 Jahren, von 1960 bis 2010, der durchschnittliche Treibstoffverbrauch um 82% gesenkt.

Was macht der Kerosinpreis?

Betrachtet man die Ölpreisentwicklung, so wird das wirtschaftliche Interesse an spritsparenden Flugzeugen deutlich. Die Kosten für ein Barrel Öl sind in den letzten Jahren immens gestiegen. Musste man im Frühjahr 2003 noch etwa 40 US-$ pro Barrel Kerosin bezahlen, so stieg der Preis im Frühjahr 2008 auf ein Rekordniveau von etwa 180 USD.

Die einfachste Möglichkeit, Sprit zu sparen, ist das Gewicht zu reduzieren. So nahm sich Lufthansa jüngst einen Airbus A340-300 vor und ließ diesen komplett entladen. Von den 4 Tonnen, die entladen wurden, waren rund 100kg überflüssiger Ballast. Auf die gesamte Flotte umgerechnet, könnte LH jährlich rund 2,6 Mio Euro an Kerosinkosten einsparen (vgl.aero.de, Lufthansa speckt einen Airbus A340 ab, 20.12.2012.).

Fluggäste beschweren sich häufig über die hohen Preise, die sie bezahlen müssen, wenn ihr Gepäckstück zu schwer ist. Wenn man nun aber den Mehrverbrauch betrachtet, der pro 100kg Übergepäck entsteht, so sind die Summen nachvollziehbar.

Quelle: Studienarbeit Moritz Imbach, Freiburg