Airbus – Flugzeugtechnik aus Europa

Die Ära Airbus

Für Boeing gab es bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts keine große Konkurrenz.  Nur McDonnell Douglas schafft es, sich neben dem Riesen aus Seattle zu behaupten. In den 1970er Jahren entsteht in Europa der Konzern Airbus, dessen erklärtes Ziel es war, die Vorherrschaft des US-Monopolisten Boeing zu brechen (vgl. Die Süddeutsche, Erfolgsgeschichte mit Problemen-Die Geschichte von Airbus, 10.5.2010). Dies ist mit der Airbus A320-Familie auch gut gelungen.

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Schon der erste Jet des Branchen-Neulings Airbus war erfolgreich. Denn Flugzeugtechnik aus Europa hat durchaus einen Platz auf dem Markt. Dass die U.S Fluggesellschaft „Eastern Airlines“ vier Modelle bestellte, war für Boeing ein deutliches Zeichen, dass der Markt in Zukunft einen ernst zu nehmenden Mitstreiter mehr hatte. Doch erst der Airbus A320 (Erstflug: Februar 1987) revolutioniert die Flugzeugindustrie wirklich. In diesem Flugzeug sind Systeme verbaut, die zu dieser Zeit einmalig waren. Dem Piloten stand kein Steuerhorn mehr zur Verfügung, sondern er steuerte den Jet mittels eines Sidesticks. Die Steuerflächen waren nicht mehr mit Seilzügen verbunden, die ein mechanisches Auslenken ermöglichten. Stattdessen sind alle Steuerimpulse über Flugcomputer und hydraulischen Aktoren umgesetzt. Dieses „Fly-by-wire“ genannte System war in Grundzügen zwar auch schon in der Concorde eingesetzt, allerdings durch analog-elektrische Signalübertragung und nicht vollständig mechanisch entkoppelt.

Erstmals wurden Flight Envelope Protections verbaut, Systeme die den äußeren Rahmen abstecken in dem sich das Flugzeug bewegen darf. Vereinfacht gesagt kann so der Pilot, wenn alle Systeme eingeschaltet sind, zum Beispiel, die vorgegebene Schräglage (bank angle), um nur eines von vielen Beispielen zu nennen, nicht überschreiten. Die Flugcomputer verhindern dies. Diese sehr häufig diskutierte Einschränkung der Piloten ist umstritten, beruht aber auf einer Statistik, die besagt, dass ca. 70% aller Flugunfälle auf menschliches Versagen zurückzuführen sind. (Quelle: Studienarbeit Moritz Imbach, Freiburg)

Airbus

(Quelle: Klaus Serek  / pixelio.de)

Airbus A320

Besondere Verbreitung hat die Airbus A320-Familie gefunden. Zur A320-Familie zählen neben dem Airbus A320 auch die Modelle A321, A319 und A318 für die Mittelstrecke. Der A320 hat eine Recihweite von 4.800 bis 6.150 km und eine Kapazität vonbis zu 180 Passagieren. Als großer Vorteil der A320-Familie gilt die Familienkommunalität, d.h. dass viele Systeme und Bereiche bei den Flugzeugtypen identisch sind und so Kosten bei der Wartung und der Ausbildung der Piloten eingespart werden können. So können alle Flugzeuge der A320-Familie mit dem gleichen Type Rating geflogen werden. Außerdem weist die A320-Familie eine Abflugzuverlässigkeit von 99,7% auf. Die Abflugzuverlässigkeit misst die technische Verfügbarkeit eines Flugzeugs vor dem Start. Mit 99,7% wird eine herausragende Quote erreicht, weshalb dieser Flugzeugtyp auch so erfolgreich ist. (Quelle: Studienarbeit Christian Bauer, Landshut)